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Inhalt

15 Jahre Institut für aktuelle Kunst



Prof. Ben Muthofer, Michael Sander,
Prof. Jo Enzweiler, Dr. Hans M. Schmidt,
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann,
Adrienne Braun, Daniel Schütz,
Prof. Dr. Lorenz Dittmann, Dr. Elisabeth Dühr,
Dr. Paul Bertemes (von links nach rechts)

15 Jahre Institut für aktuelle Kunst im Saarland

an der Hochschule der Bildenden Künste Saar

Symposion "Lebenswerke - Künstlernachlässe in der ­Großregion"

unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer

 

Immer häufiger wird das Institut für aktuelle Kunst im Saarland von Künstlern höheren Alters oder Erben angesprochen, die sich mit der Verwahrung bzw. Verwaltung eines Kunstbestandes oder eines gesamten Nachlasses konfrontiert sehen. Fast immer sind die entsprechenden Personen von dieser Aufgabe überfordert und häufig – oft in kürzester Zeit – wird das ­vorher geschaffene Material, sei es durch Missachtung, falsche Behandlung, Gleichgültigkeit oder auch Unwissen, zerstört und geht so verloren.

 

Eine Gesellschaft jedoch, die nach zivilisatorischer Stabilität und ­kultureller Identität sucht, darf ­solche Zustände nicht hinnehmen – Zustände im übrigen, die nicht saarlandspezifisch sind, sondern ­ähnlich gelagert überall ­festzu­stellen sind.

 

Die Ergebnisse eines anerkannt ­bedeutenden Lebenswerkes haben Anspruch darauf, auch posthum für die Gesellschaft präsent zu sein – dies um so mehr, als ein entstandenes Œuvre meist nicht in ­un­er­heblichem Maße durch offizielle Unterstützung in seiner Entstehung gefördert worden ist.

 

Wenn nun außer Frage steht, dass bedeutende, anerkannte künstlerische Leistungen einer dauerhaften Pflege und Vermittlung bedürfen, so ist es eine gesellschaftliche Verpflichtung, über die Lösung dieses ­sicher nicht einfachen Problems nachzudenken und schließlich Mittel und Wege zu finden, geistige ­Erkenntnisse der Vergangenheit in die Gegenwart zu integrieren.

 

Mit dem Symposion »Lebenswerke – Künstlernachlässe in der ­­Groß­region« nimmt das Institut für aktuelle Kunst anlässlich seines 15-jährigen Bestehens diese Herausforderung an. Zusammen mit Künstlern und Kunstexperten, Erben, Sammlern, politischen Entscheidungsträgern und Bürgern wird nach Ideen und Maßgaben für zukünftiges Handeln gesucht.

 

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